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Berufung finden: Wie Sie Ihre Leidenschaft zum Beruf machen

17.08.2018 17:23:14

 

unbaendige-motivation
Sie möchten endlich das tun, was Sie lieben? Sie suchen Ihren Beruf als Berufung? Sie möchten sich beruflich verändern? Sie spüren, dass mehr in Ihnen steckt als Sie momentan verwirklichen? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Leidenschaft zum Beruf machen und warum das so wichtig ist.

Manchmal trifft dich das Leben wie ein Ziegelstein


Steve Jobs’ war “vom Ziegelstein getroffen”. Apple hatte ihn gefeuert! Ausgerechnet ihn, Apples Gesicht, Visionär und Mastermind. Sein Lebenswerk war zerstört. Wie steht man nach solchen Rückschlägen wieder auf? Steve Jobs in seiner Stanford-Rede 2005:

“Manchmal trifft dich das Leben wie ein Ziegelstein. Verliere nicht den Glauben. Ich bin überzeugt, dass das einzige, was mich zum Weitermachen brachte, war, dass ich geliebt habe, was ich tat. Man muss das finden, was man liebt.

Wie motiviert man sich im Leben, auch wenn Rückschläge, Durchhänger oder Zweifel kommen? Ich bin überzeugt: Nur eine unbändige Motivation, eine Leidenschaft für Ihr Tun ermöglicht die Ausschöpfung Ihres vollen Potentials und die Entfaltung Ihrer Individualität und Persönlichkeit. Die Voraussetzung ist, dass Sie eine faszinierende Aufgabe finden und sich ihr dauerhaft widmen. Nur dann bleibt man auch in schwierigen Phasen auf Kurs:

“Nichts auf der Erde ist ohne Beschwerlichkeit! Nur der innere Trieb, die Lust, die Liebe helfen uns Hindernisse überwinden, Wege bahnen und uns aus dem engen Kreise, worin sich andere kümmerlich abängstigen, emporheben”. - Johann Wolfgang von Goethe

Einfache Testfrage, ob Sie Ihre Berufung schon gefunden haben


Ob Sie Ihre Berufung schon gefunden haben, können Sie an einer einfachen Testfrage festmachen: Freuen Sie sich wie ein kleines Kind, morgens aufzustehen? Können Sie es kaum erwarten, bis sie endlich mit ihrer “Arbeit”, mit ihrem “Spiel” beginnen können? Für Kinder ist ihre Arbeit ja keine Arbeit, sondern ein Spiel, reine Freude, Entdecker- und Erfindergeist. Man muss sie zwingen, aufzuhören. Wann haben Sie sich zum letzten Mal in ihrer Arbeit vollkommen vergessen? Was war das für eine Tätigkeit? Das ist die heiße Spur. Steve Jobs hat seine Testfrage so formuliert:

“Seit 33 Jahren habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mich selbst gefragt: Wenn heute der letzte Tag in meinem Leben wäre, würde ich dann das tun, was ich mir heute vorgenommen habe zu tun? Und jedes Mal, wenn die Antwort ‘nein’ war, mehrere Tage lang, wusste ich, ich muss etwas verändern.”


Warum sollte man eine Trennung machen zwischen Leben und Arbeit? Wenn Sie jetzt denken, das sei Illusion, Idealismus oder Spinnerei, dann sollten Sie jetzt aufhören zu lesen. Dann glauben Sie womöglich nicht (mehr), dass auch Sie aus Ihrem Leben ein Meisterwerk machen können. Dabei geht es nicht um große Erfindungen. Es geht um die Erfüllung im Tun. Daraus kommen Spitzenleistungen von selbst.

Leidenschaft oder Stärken – was weist uns den Weg?


Nicht unsere “Stärken”, sondern unsere “Leidenschaften” weisen uns den Weg. Steve Jobs:

“… und der einzige Weg, großartige Arbeit zu tun, ist zu lieben, was man macht. Wenn ihr es bis jetzt nicht gefunden habt, dann sucht weiter. Bleibt nicht stehen. Mit allen Fasern eures Herzens werdet ihr spüren, wenn ihr es gefunden habt.”

Meine Mission als Berater, Ausbilder und Coach ist es, das volle menschliche Potenzial zu heben. Genau deshalb habe ich mich spontan in die EKS “verliebt”, als ich sie 2006 von Wolfgang Mewes und Richard Seeger kennengelernt habe. Seeger und Mewes haben faszinierende Fallgeschichten dokumentiert, wo

  • aus Durchschnittsbürgern Spitzenkönner,
  • aus ängstlichen plötzlich charismatische Menschen,
  • aus Hilfsarbeitern Millionäre
  • und aus kleinen Unternehmen Weltmarktführer geworden sind.

Der Beginn war immer eine Leidenschaft. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch eine einzigartige Berufung hat, ja regelrecht eine Bestimmung.

Was verdeckt unsere Leidenschaft?


Wenn wir unsere Leidenschaft nicht mehr fühlen, liegt das nicht daran, dass wir keine haben. Es liegt daran,

  • dass wir verlernt oder vergessen haben, auf sie zu hören
  • dass wir keine Methode haben, um sie wieder zu aktivieren
  • dass der soziale Anpassungsdruck zu groß geworden ist
  • dass man sich keine Zeit nimmt, sich mit seinen Visionen und Träumen zu beschäftigen
  • Stress und Depression

Etwas dramatischer sagt es José Ortega y Gasset:

“Unter den verschiedenen möglichen Ichs findet der Mensch stets ein echtes, authentisches. Die innere Stimme, die ihn zu diesem authentischen Ich ruft, nennen wir ‘Bestimmung’. Die Mehrheit der Menschen müht sich jedoch, diese Stimme der Berufung zum Schweigen zu bringen und weigert sich, auf sie zu hören. Sie veranstalten stattdessen einen inneren Lärm […] um sich abzulenken und sie nicht zu hören; und sie betrügen sich selbst, indem sie ihr wahres Ich durch einen falschen Lebensweg ersetzen.” Der Mensch und die Leute, München: Deutsche Verlagsanstalt 1958


Wir Menschen sind eine so wunderbare Spezies! Die fantastischste Erfindung der Evolution, unser Gehirn, lässt uns Teilchenbeschleuniger bauen, Symphonien komponieren, Liebe fühlen. Wir Menschen sind Schöpfer. Kreation ist unser Geburtsrecht. Wir haben die Freiheit, unser Leben zu gestalten, einen Wert zu schaffen und einen Gegenwert dafür zu erhalten. Jeder ist potenziell ein Wert-Schöpfer, ein Entrepreneur. Auch Benjamin Zander, Dirigent Boston Philharmonic Orchestra, glaubt an das Beste im Menschen:

"Mein Ziel ist, die Kapazitäten vollständig auszuschöpfen, die die Menschen haben. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden. Ich mache mich zum unermüdlichen Architekten des menschlichen Potenzials."


Ablenkung von uns selbst: Wir alle sind betroffen

Es ist dramatisch, aber wahr: Im Grunde ist jeder gefährdet, seine kostbarsten Ressourcen, nämlich seine Talente, zu verschwenden. Ob Vertriebsleiter, Unternehmer, Berater oder Angestellter – durch die permanente Berieselung von außen und Anforderungen von allen Seiten ist die Gefahr groß, dass wir uns von uns selbst weg bewegen. Wir lassen uns von außen passiv steuern. Kreation ist aber immer etwas Aktives. Wir müssen auf uns selber hören. Robert Greene schreibt in seinem wunderbaren Buch “Mastery” (dt. Titel “Perfekt”, HANSER 2012):

“Sie sind nicht an eine bestimmte Position gebunden. Sie sind keiner Laufbahn und keinem Unternehmen verpflichtet. Sie dienen einzig Ihrer Lebensaufgabe, die Sie voll zum Ausdruck bringen wollen. Es liegt an Ihnen, sie zu erkennen und zu steuern.”

7 Punkte wie Sie Ihre Leidenschaft zum Beruf machen:

  1. Der erste Schritt ist immer nach innen gerichtet. Sie müssen erfahren, wer Sie wirklich sind, und sich wieder mit dieser angeborenen Kraft verbinden. Robert Greene: “Sie besitzen eine innere Kraft, die Sie zu Ihrer Lebensaufgabe hinführen möchte – dem, was Sie in Ihrem Leben vollbringen sollen.”

  2. Machen Sie eine Bestandsaufnahme: Sind Sie wirklich glücklich in Ihrer Arbeit? Nur aus dieser möglichen Diskrepanz zwischen Ist- und Idealbild entsteht ein positiver Antrieb.

  3. Fragen Sie sich: Was müsste passieren, dass Sie in der Früh gerne aufstehen – vor lauter Freude, endlich mit Ihrer Arbeit beginnen zu dürfen? Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden.

  4. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Erinnern Sie sich an Ihre glücklichsten Momente und an Ihre größten Erfolgserlebnisse. Wo waren Sie einmal ganz in etwas vertieft? Was bringt Ihr Herz zum Schlagen – und Ihre Augen zum Leuchten? Gehen Sie bei Ihren Forschungen zurück bis in Ihre Kindheit.

  5. Lassen Sie sich inspirieren von Menschen und Erfolgsgeschichten, die Sie bewundern. Was man bei anderen bewundert, ist meist auch ein Talent in einem selbst.

  6. Was wünschen Sie sich zutiefst? Wünsche sind die Vorboten unserer Fähigkeiten.

  7. Fassen Sie Ihre Überlegungen schriftlich zusammen. Richtig denken kann man nur schriftlich. Lassen Sie sich bei diesem Prozess helfen von authentischen Menschen, die von ihrem Tun überzeugt sind.

Zusammenfassung:

Jeder Mensch hat sein Glück in den eigenen Händen. Doch die wenigsten schöpfen ihre beruflichen Potenziale voll aus. Die Arbeit ist vom Leben getrennt. Die Folgen: Perspektivlosigkeit, Antriebslosigkeit und mangelnde Motivation – im schlimmsten Fall bis zur Depression. Wenn wir uns jedoch wieder mit unserer Leidenschaft und unserer innersten Bestimmung verbinden, können wir ein erfülltes und glückliches Leben führen und den Beruf zur Berufung werden lassen.

 

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Hubert Lingg

Verfasst von Hubert Lingg